Anlässlich der letzten öffentlichen Innenstadtkonferenz Barmen hatten wir Gelegenheit, den neuen Baudezernenten, Herrn Ohrndorf, auf die Schafbrücke anzusprechen. Das Thema war wohl bei ihm „etwas verzerrt“ angekommen, weshalb er nicht sofort so enthusiastisch reagiert hatte, wie wir das auf das fulminante Angebot der WSW erwartet hätten. Was er dann aber sofort nachholte …
Zur Erinnerung:
Wenn WSW und Telekom statt in eine neue, ungeförderte Leitungsbrücke zu investieren, den erforderlichen Eigenanteil von fünf Prozent für eine neue, geförderte Fuß- und Radwegebrücke aufbringen, ist allen geholfen. WSW – und damit mittelbar auch die Stadtkasse – sparen einen nicht unerheblichen Teil der Bausumme und die Stadt erhält zum Nulltarif eine neue Radwegeverbindung zwischen Nordbahntrasse und BHF Barmen statt einer schnöden Leitungsbrücke inmitten der Kulturinsel Barmen. Dieses Angebot hatte WSW der Stadt im August gemacht.
Der Plan der Stadt ist nun, eine provisorische Leitungsbrücke aufzulegen und die Schafbrücke 2025 abzureißen. WSW wird den Neubau der Schafbrücke samt Verbindung zur Nordbahntrasse mit neue ufer zusammen weiter untersuchen und bei positivem Förderbescheid ggf. der Stadt beim Neubau zur Seite stehen. Die genaue Rollenverteilung ist noch zu klären.
Dank an alle, die letzten Januar bei 1 Grad und Nieselregen mit uns für den Erhalt dieser Wegeverbindung demonstriert haben!
>> Download Präsentation Schafbrücke (PDF)
10.07.2024 WSW prüfen den Neubau der Schafbrücke
Weder wir noch die BV Barmen hatten im Frühjahr eine nennenswerte Reaktion aus der Stadtverwaltung auf unseren Finanzierungsvorschlag für eine neue Fußgänger- und Fahrradbrücke erhalten. Daraufhin haben wir die WSW angesprochen und wie zuvor schon erläutert, dass eine Win-win-Situation für Stadt, Telekom und WSW ganz einfach zu erzielen wäre:
Wenn WSW und Telekom statt in eine neue, ungeförderte Leitungsbrücke zu investieren, den erforderlichen Eigenanteil von 5 % für eine geförderte Fuß- und Radwegebrücke aufbringen, ist allen geholfen. WSW – und damit mittelbar auch die Stadtkasse – sparen einen nicht unerheblichen Teil der Bausumme und die Stadt erhält zum Nulltarif eine neue Radwegeverbindung zwischen Nordbahntrasse und BHF Barmen statt einer schnöden Leitungsbrücke inmitten der Kulturinsel Barmen.
Herr Storch, 2. Vorstand der Stadtwerke, erkannte sofort die Logik des Vorschlags und erteilte Auftrag, eine Kostenschätzung für eine neue Schafbrücke zu erarbeiten. Danach wird die Förderfähigkeit geprüft. Dann müsste nur noch die Stadt mitziehen, denn den Förderantrag kann nur ein Dezernent unterschreiben ...
>> Download PPT Schafbrücke
12.01.2024 Lichterkette für den Erhalt der Wegeverbindung Schafbrücke
Um eine Zeitungsente gleich auszuräumen:
Wir argumentieren nicht für den Erhalt der Schafbrücke, sondern für den Erhalt der Wegeverbindung!
Die Schafbrücke in ihrer jetzigen Form ist mit nur drei Metern Breite und sechs Stufen zur Bundesstraße hin für gemeinsamen Rad- und Fußverkehr ungeeignet, das sieht jeder Laie. Wir plädieren für eine neue, förderfähige Rad- und Fußgängerbrücke in Verbindung mit der Straße Schafbrücke und einem überarbeiteten Trassenzugang von der Hofstraße zum Steinweg Viadukt. Denn wir möchten die Fahrradstadt Wuppertal.
Deshalb bauten rund 80 Teilnehmer am 12.01.2024 bei 0 Grad und Nieselregen eine Lichterkette, um die Achse Nordbahntrasse – BHF Barmen auch den professionellen Verkehrswendern zu verdeutlichen. Die Stimmung war sehr gut und übertrug sich zu unserer Überraschung auch auf Autofahrer, die reihenweise anhielten, um zu fragen, was denn los sei. Die Resonanz auf die Erklärungen der Demonstranten war durchweg positiv!
In der Folge stellten wir das Konzept am 30.01.2024 auch in der BV Barmen vor, die ebenso leicht zu überzeugen war wie die Autofahrer: Sie stimmte einstimmig für den Antrag der Grünen „Erhalt der Wegeverbindung über die Schafbrücke und Prüfung einer Fahrradstraße im Zuge der Straße Zur Schafbrücke“.
Aber sehen Sie selbst:
>> Download "Vortrag BV Barmen"
>> Download "Antrag der BV Barmen"
Herzlichen Dank an alle Unterstützer der Lichterkette und an Rainer Widmann für die prompte Formulierung des Antrages der BV Barmen!
12.01.2024 Lichterkette über die Schafbrücke
Um den Machern der Verkehrswende im Rathaus das Potenzial der Schafbrücke zu verdeutlichen, möchten wir eine Lichterkette zwischen Busbahnhof Barmen und Steinwegviadukt organisieren. Denn sie könnte nicht nur eine kurze Verbindung von der Trasse zu einem S-Bahnhof mitten in der Stadt sein, sie birgt auch erhebliches touristisches Potenzial im Zusammenspiel Trasse-Kulturinsel Barmen-S-Bahnhof. Es sind 552 Meter Luftlinie vom Bahnhofsbereich zum Viadukt. Städtebaulich ein Katzensprung, aber für eine Lichterkette braucht es viele Leute.
Also kommen Sie zahlreich, bringen Sie Streichhölzer, Glühwein, Tee und Kinderpunsch in der Thermoskanne, wir liefern Becher und Kerzen!
Save the Date:
Wo: Barmer Bahnhof
Wann: 12.01.2024 um 17:00 Uhr
... und danach ins Brauhaus zum Aufwärmen.
30.11.2023 Ressort 104 plant ersatzlosen Abriss der Schafbrücke
Ressort 104 plant für 2024 den ersatzlosen Abriss der Schafbrücke, direkte Verbindung und Sichtachse zwischen Barmer BHF (Ibachstr.) und Steinwegviadukt. Dabei vergießen die Stadtplaner seit Jahren Krokodilstränen über fehlende Nord-Süd-Verbindungen für Fußgänger und Fahrradfahrer, erklärten sogar anfangs öffentlich die Hängebrücke der Buga zu solch einer notwendigen Verbindung. Aber sie haben keinerlei Einwände gegen den Abriss dieser historischen Wegeverbindung. Dazu muss man wissen, dass unter der Brücke Leitungen sowohl von WSW als auch der Telekom verlaufen. Was bedeutet, dass auf jeden Fall wieder eine Querung her muss. Die wird im Zweifelsfall dann eine dieser liebreizenden Leitungsbrücken sein, die für nichts anderes nutzbar und per se echte stadtplanerische Schmuckstücke sind.