Justin on air

03.02.2018

Wupperpate Elmar Weber führt uns an den Wupperufern auf die Spuren des von ihm persönlich entdeckten und benannten Wupperbibers Justin in Beyenburg.

27.10.2017

Diese Kopfweide in Beyenburg wurde von Justin für gutes Baumaterial befunden.

26.09.2017

Wupperbiber Justin!

Diese sensationelle Aufnahme zeigt nicht irgendeinen Biber, sondern unseren ersten eigenen Wupperbiber namens Justin. Elmar Weber, sein Entdecker und Wupperpate, hat zu dieser Entdeckung einen Bericht geschrieben. Außerdem wird er anlässlich eines Treffens der Biberexperten aus ganz NRW an der Wupper als ortskundiger Exkursionsleiter fungieren. Fotograf Ralf Steinberg hat uns dieses Foto freundlicherweise zur Veröffentlichung überlassen.

29.03.2017

Gestern war ich zum ersten Mal in dieser Saison angeln und habe mal wieder eine Beobachtung gemacht, die den Wupperverband und alle Freunde der Wupper ebenso interessieren wie freuen dürfte.

30.10.2015

Meerforellen und Lachse laichen in der Innenstadt.

Justin on air

Aus unserem Biberspaziergang im Februar entstand ein sehr schöner Radiobeitrag

Nach dem Hören des Beitrages schrieb Biberentdecker Elmar Weber folgenden Kommentar an Dr. Hildebrand:

„Kompliment, das war richtig schön und fachlich einwandfrei! Dass Sie im Anschluss auch noch einen aktuellen Justin-Bieber-Song gespielt haben, dürften nur wahre Bi(e)berexperten bemerkt haben, zeigt jedoch, wie liebevoll durchdacht und zusammengestellt der Beitrag war. Weiter so!“

Wenn Sie sich dieser Meinung anschließen wollen, hören Sie gerne rein:

>> Download MP3 Radiobeitrag

03.02.2018 Biberspaziergang zu Justin mit Kaffee und Räucherfisch

Elmar Weber führt uns am 03.02.2018 an den Wupperufern auf die Spuren des Wupperbibers Justin in Beyenburg. Im Anschluß können Sie im Anglerheim des Bergischen Fischerei-Vereins eine Tasse Kaffee mit Kuchen genießen und/oder einen frischen Räucherfisch kaufen.

Wer hat, bringe sein Fernglas mit! In der Dämmerung könnte Justin himself einen kleinen Gastauftritt einlegen …

Weiterhin benötigen Sie festes Schuhwerk und etwas Geld für die Köstlichkeiten der Angler. Die Teilnahme ist kostenlos, aber die Spendenbüchse wandert wie immer mit.

Damit wir und besonders die Angler nicht wie beim letzten Beyenburger Spaziergang 2014 mit 120 Teilnehmern überrannt werden, müssen wir die Teilnehmerzahl begrenzen. Deshalb bitten wir um Voranmeldung.

Termin: 03.02.2018 14:00 Uhr – 17:00 Uhr
Treffpunkt: blaue Brücke am oberen Ende des Beyenburger Stausees (Navi : vor der Hardt)

Die Teilnahme ist kostenlos, Speisen und Getränke sind nicht enthalten, die Spendenbüchse wandert mit.

Anmeldung erbeten unter info@neue-ufer-wuppertal.de.

27.10.2017 Justin Biber verblüfft die Fachleute mit seinem Fleiß

Die Biberexperten aus NRW, die Elmar Weber anlässlich einer Exkursion zu der Kopfweide führte, waren angemessen beeindruckt von Justins Fleiß. Aber er war noch gar nicht fertig: Wenige Tage nach der Exkursion war die Kopfweide dann gefällt. Auch wenn uns das im ersten Moment weh tut: Unser Biber arbeitet mit seinem ökologischen Umbau der Wupper ganz im Sinne des Wupperverbandes.

Bleibt die Frage, ob er auch Pensionsansprüche erwirbt?

26.09.2017 Kleines Latinum – Castor fiber, der Biber

Wer auf unserer Internetseite regelmäßig die Berichte rund um unser Gewässer liest oder die entsprechenden Veröffentlichungen in Presse, Funk und Fernsehen verfolgt hat, wird es längst wissen: der Biber (lateinisch „castor fiber“, niederdeutsch „Bever“, Fabelname „Bockert“) breitet sich rund 150 Jahre nach seiner Ausrottung wieder an der Wupper aus. In unserem Gewässerabschnitt zwischen Beyenburger Stausee und Wuppertalsperre scheint er besonders gute Lebensbedingungen vorzufinden. Denn inzwischen konnte nachgewiesen werden, dass es in zwei recht weit voneinander entfernten Bereichen gleichzeitige Aktivitäten von Bibern gibt, nämlich im Bereich ruthaus/Anglerheim oberhalb des Beyenburger Stausees einerseits und viel weiter oben im Bereich Wilhelmstal andererseits.

Als ich den Biber am 28.03.2017 zum ersten Mal in unserer Winterschonzeitstrecke beobachtet hatte, machte ich richtig schwere Zeiten durch. Denn obwohl ich mir meiner Sache recht sicher war, wollten mir weder die Experten noch viele meiner Freunde glauben. Sie zweifelten meine Beobachtung an und unterstellten sogar, ich könne einen Biber nicht vom Bisam oder Nutria unterscheiden und wolle mich nur wichtigmachen. Einige glaubten sogar an einen Aprilscherz. Das wollte ich nicht auf mir sitzen lassen, sodass ich mich einige Tage später auf Anraten meines Bruders wieder zum Ort der ersten Begegnung begab, um das Gebüsch systematisch nach Spuren zu durchsuchen. An einer kaum zugänglichen Stelle war ich schließlich erfolgreich und fand eine alte Weide, die ganz eindeutige Nagespuren aufwies. Eine von Experten eilig installierte Infrarot-Kamera brachte schon kurze Zeit später den Beweis, nämlich eindeutig einen Biber in seiner ganzen Pracht, heimlich gefilmt in dunkler Nacht.

Erst viel später erfuhr ich, dass aufmerksame Jugendliche schon beim Picobello-Tag ….. eindeutige Biberspuren am Ufer gegenüber des Bruthauses gemeldet hatten.…….Wie aber kommen so plötzlich mehrere Biber zu uns? Die Antwort ist eigentlich recht einfach. Es war nur eine Frage der Zeit, dass die Biber die teilweise dicht bewaldeten Ufer der Wupper für sich entdecken würden. Denn schon seit geraumer Zeit gibt es wieder erste Biberpopulationen in NRW, und zwar an der Lippe und an der Rur. Auch in den benachbarten Niederlanden kommt der Biber gelegentlich vor. Wenn sich die in Familienverbänden lebenden Biber erfolgreich reproduzieren, wird der Nachwuchs nur begrenzte Zeit im Revier geduldet. Im dritten Jahr vertreiben die Eltern die Jungtiere, die sich dann zwangsläufig ein neues Zuhause suchen müssen. Dabei wandern sie an den Gewässern entlang, manchmal bis zu 100 Kilometer weit. So müssen die ersten Biber vom Rhein her kommend schon vor einigen Jahren die Wuppermündung gefunden haben. Im Bereich Leverkusen und im Kreis Mettmann wurden jedenfalls schon im vorletzten Jahr Biberspuren entdeckt. Von da aus sind es bekanntlich weit weniger als 100 Kilometer bis zu uns. Die Durchgängigkeit des Flusses und die neuen Fischtreppen werden die Wanderung erleichtert haben. Trotzdem fasziniert der Gedanke, dass die Biber zwangsläufig mehrere Kilometer weit durchs Wuppertaler Stadtgebiet gekommen sein müssen und sich selbst von der Schwebebahn nicht abschrecken ließen.

Der Biber gilt als hervorragender und ökologisch äußerst wertvoller Landschaftsarchitekt. Die auf seine Aktivitäten zurückzuführenden Veränderungen des Landschaftsbildes führen in den meisten Fällen zu einer Verbesserung der ökologischen Vielfalt und ziehen regelmäßig eine spürbare Vermehrung anderer Lebewesen nach sich, insbesondere von Amphibien, Insekten und Vögeln, aber auch von Pflanzen, die sich dort ausbreiten, wo sich die Ufer langsam vom bewaldeten Flusssaum zu sonnenbeschienenen Auenlandschaften verwandeln. Jeder Angler weiß, wie wertvoll Totholz auch für unsere Fische sein kann, sei es als Laich- und Futterplatz oder auch als Versteck vor Kormoranen.

Entgegen landläufiger Meinung bedeutet die Ausbreitung der Biber aber nicht zwangsläufig, dass wir in den nächsten Jahren mit großen Staudämmen oder Biberburgen in der Wupper rechnen müssen. Denn Staudämme baut der Biber regelmäßig nur dann, wenn ein Gewässer zu flach ist, um dort tauchend flüchten zu können oder um einen ausreichend hohen Wasserspiegel zu schaffen, der einen unter der Wasserlinie liegenden Zugang zu seinem Bau gewährleistet. Sichtbare Biberburgen werden regelmäßig nur dann angelegt, wenn der Biber keine Möglichkeit hat, einen wesentlich leichter anzulegenden Bau im Ufer zu graben.

Da Bauen von Dämmen und Burgen haben unsere Biber nicht nötig. Denn die beiden zurzeit aktiven Biber haben sich zufällig (?) genau die beiden Naturschutzgebiete in unserem Streckenabschnitt ausgesucht, um sich dort unabhängig voneinander niederzulassen. Durch den Beyenburger Stausee einerseits und die Talsperre Dahlhausen andererseits ist eine ausreichende Wassertiefe zum Schwimmen, Flüchten und Tauchen gewährleistet. Pflanzliches Futter gibt es in beiden Bereichen genügend und die steilen und teilweise recht weichen Ufer eignen sich bestens, um dort unterirdische Bauten anzulegen, ähnlich, wie wir es bereits seit Jahrzehnten vom Bisam kennen.

Wesentlich wahrscheinlicher ist es, dass die Biber demnächst auch Nebengewässer der Wupper entdecken und eventuell mit Dämmen und Biberburgen für sich erschließen werden. Das wiederum könnte zu ganz erheblichen Veränderungen einschließlich neuer Staudämme an den Seitenbächen führen. Es würde mich auch nicht wundern, wenn die Biber irgendwann damit begännen, die Wassergräben am Anglerheim Oehde Schlenke oder in Dahlerau aufzustauen. Selbst die große Fischtreppe ist vor Meister Bockert nicht unbedingt sicher.

Wenn der Biber am Wupperufer trotzdem große Bäume anknabbert oder sogar fällt, dient das meistens seiner Verpflegung. Er hält keinen Winterschlaf. Mangels frischen Grünfutters ernährt er sich im Winter und zeitigen Frühjahr in erster Linie von Baumrinde und kleinen Zweigen und Knospen. Das führt einerseits dazu, dass er die Rinde von Bäumen schält, die dann zwangsläufig irgendwann absterben. Andererseits fällt er ganze Bäume, um sich für schlechte Zeiten eine ausreichende Versorgung mit frischen Zweigen und Knospen zu sichern. An geeigneten Stellen legt er sogar unter Wasser Futtervorräte an, indem er abgebissene Äste und Zweige unter Wasser verankert, die er notfalls sogar unter einer geschlossenen Eisdecke erreichen könnte.

Egal, was er tut: heißen wir das größte europäische Nagetier (der Biber wird mit Schwanz über 1 m lang und über 30 kg schwer) herzlich willkommen im sich positiv verändernden Wuppertal!

Elmar Weber

29.03.2017 Warum immer ich? – Bericht von Elmar Weber

Im Bereich oberhalb von Beyenburg wurde ich auf einen vermeintlichen Bisam aufmerksam, der durch die Wupper schwamm. Nicht ahnend, dass es ein ganz anderes Tier war (es war abends kurz vor der Dämmerung), sprach ich den Kerl, der mich offenbar nicht bemerkt hatte, dummerweise an: "Boah, du bist aber fett, Mann!"

Als das Tier mich hörte, hob es seinen mächtigen Hintern aus dem Wasser und klatschte mit seinem Schwanz derartig laut auf die Wasseroberfläche, dass ich erst einmal verdattert stramm stand. Sie ahnen es schon: Ohne jeden Zweifel ein Biber!

In einiger Entfernung ließ er sich noch einmal behende die Wupper aufwärts schwimmend blicken. Eine Verwechslung, insbesondere mit einer Nutria, die ich schon mehrfach beobachtet habe, kann ich deshalb ausschließen. Verfolgen oder fotografieren konnte ich ihn im unwegsamen Gelände bei einbrechender Dunkelheit leider nicht. Ich habe Freunde und Fachleute bereits informiert. Wir werden uns um taugliche Nachweise bemühen. Ist das nicht (wieder) wunderbar?

Epilog: Bereits eine Woche später konnte Elmar Weber den Fotobeweis erbringen: Die Zahnspuren des Bibers am Holz sind eindeutig zu erkennen.

30.10.2015

Es geht wieder los: Zum ersten Mal in diesem Herbst konnte man große Salmoniden beim Laichgeschäft in der Wuppertaler Innenstadt beobachten. Gleich ein ganzes Dutzend großer Fische, vermutlich Meerforellen, vielleicht auch Lachse, tummeln sich direkt unter der Schwebebahnstation Pestalozzistraße. Wenn man unter dem Schwebebahnhof steht und den Blick flussaufwärts richtet, muss man nur senkrecht hinunterschauen und kann bereits den Anfang einer ersten großen Laichgrube erkennen. Die beiden größten Fische werden auf 70 cm bis 80 cm, mindestens fünf weitere über 50 cm geschätzt. Wer die Fische sehen, fotografieren oder filmen will, sollte sich unbedingt bald bei gutem Tageslicht und mit Polfilter zur Pestalozzistraße begeben. Für die Überlassung guter Bilder wären wir sehr dankbar. Ein tolles Naturschauspiel!

20.11.2014

Bericht eines Augenzeugen: Weil im Bereich Innenstadt angeblich Laichgruben entdeckt wurden, wollte ich mir heute ein eigenes Bild vor Ort machen. Zu meiner Freude konnte ich direkt unter dem Schwebebahnhof 2-3 helle Stellen ausmachen, bei denen es sich sehr wahrscheinlich um Laichgruben von großen Salmoniden handelt. Daraufhin ging ich noch noch einige Meter flussaufwärts und schaute von der Straßenbrücke ins Wupperwasser. Als ich mich über das Geländer beugte, konnte ich direkt unter mir einen hellen Bereich von ca. 1 m² erkennen, der wie eine frisch geschlagene Laichgrube aussah. Dann traute ich meinen Augen nicht und konnte mein Glück kaum fassen: mitten in diese Grube stellte sich ein großer Fisch (ca. 60-70 cm) und mehrere aufgeregte, etwas kleinere Fische (40-60 cm, wohl die Männchen) umkreisten das dicke Weibchen. Direkt unter meinen Füßen drehten sich die Fische dann sogar und schlugen weitere Steine weg. Sie kamen jeweils von links und rechts angeschossen, zeigten ihre Flanke und schlugen mit einigen wenigen Schwanzschlägen kräftig auf den Boden.

Da ich einen wichtigen Termin hatte, konnte ich das Schauspiel leider nur für kurze Zeit verfolgen. Als ich gegen 16:30 Uhr zurück kam (es war schon fast zu dunkel) hoffte ich natürlich, die Fische noch einmal zu sehen. Zu meiner Überraschung hockte diesmal ein definitiv anderer Fisch schätzungsweise 80 cm) in der Laichgrube. Das konnte ich recht sicher beurteilen, weil der Fisch erkennbare Verletzungen hatte, die der erste Fisch nicht hatte. Wieder schwammen mehrere kleinere Fische aufgeregt um den großen Fisch herum, wegen der anbrechenden Dunkelheit konnte ich aber nicht sehen, ob diese Fische ebenfalls schlugen. Sie waren jedenfalls sehr aktiv.

Ist das nicht wunderbar? Nach gut 20 Jahren ist für mich heute ein Traum in Erfüllung gegangen: Lachse oder Meerforellen kehren über den Rhein in unsere Wupper zurück, um sich hier zu vermehren, und das auch noch mitten im Stadtgebiet.

Biberspaziergang zu Justin mit Kaffee und Räucherfisch, 03.02.2018
Da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann, 27.10.2017
Wenige Tage nach der Exkursion der NRW-Biberexperten, 27.10.2017
Wupperbiber Justin, 26.09.2017
Naturbeobachtungen, 05/2017
Naturbeobachtungen, 29.03.2017
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